Eine große Verantwortung: Der Rückbau von Kernkraftwerken

Das passiert, nachdem ein AKW „vom Netz genommen wird“

Unmittelbar nach der Abschaltung eines Kernkraftwerks befinden sich die abgebrannten Brennelemente noch in der Anlage. In der rund fünf Jahre andauernden Nachbetriebsphase werden die Brennelemente aus der Anlage in das Standortzwischenlager gebracht. Parallel dazu erfolgt der Abbau von Anlagenteilen wie Kühltürmen, Maschinentransformatoren oder die Turbinen und der Generator bei Druckwasserreaktoren.

Auch im Reaktorgebäude selbst stehen die Demontage verschiedener Komponenten sowie Dekontaminationsarbeiten zur Vorbereitung des Rückbaus im Vordergrund. Für den kerntechnischen Rückbau im Anschluss an die Nachbetriebsphase werden rund 10 bis 15 Jahre veranschlagt. Ziel des Rückbaus ist die so genannte „Grüne Wiese“ bzw. eine uneingeschränkte Nachnutzung des Kraftwerksgeländes.

Sicherheit und Gesundheit sind die oberste Priorität im gesamten Projekt

Generell gilt: Für jedes Teil, das das KKW-Gelände verlässt und in den Stoffkreislauf zurückkehrt, kann eine Strahlenbelastung oberhalb der unbedenklichen Grenzwerte ausgeschlossen werden. Da ein Großteil der Aufgaben von Fachleuten bearbeitet wird, die auch bei Bau und Betrieb des Kraftwerks tätig waren, ist das nötige Know-how von RWE und den beauftragten Partnerfirmen beim Rückbau kerntechnischer Anlagen entsprechend gegeben. Dabei kommen bei Bedarf speziell für diesen Zweck entwickelte Geräte, z. B. Roboter, zum Einsatz.

Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter stehen dabei immer an erster Stelle: Alle Arbeiten werden so organisiert und ausgeführt, dass die Strahlenbelastung für das vor Ort tätige Personal so gering wie möglich ist. Sind die Brennelemente aus dem Reaktorbereich abtransportiert, sinkt das radioaktive Niveau um fast 99 Prozent ab. Personal, Arbeitsgeräte und Umgebung werden regelmäßig auf eventuelle Strahlenbelastung untersucht.