RWE meldet Erwerb des Erneuerbaren-Geschäfts an

Transaktion mit E.ON: Anmeldung bei der Europäischen Kommission ist erster Schritt der vielfältigen Fusionskontrollverfahren

sitecore_platzhalterbild_STA02_LXL
sitecore_platzhalterbild_STA02_LXL

RWE hat mit der Anmeldung des Erwerbs der Erneuerbaren Energien bei der Europäischen Kommission in Brüssel einen wesentlichen Punkt in der Transaktion zwischen RWE und E.ON erreicht. Die Anmeldung ist der erste Schritt im Rahmen der vielfältigen Fusionskontrollverfahren, die aufgrund des weitreichenden Tauschs von Vermögenswerten und Geschäftsbereichen zwischen RWE und E.ON notwendig werden. 

Die Anmeldung erfolgt im Anschluss an eine sich über mehrere Monate erstreckende Vorprüfung der Transaktion durch die Europäische Kommission. Eine solche Vorprüfung ist in Fusionskontrollverfahren üblich und ermöglicht der Kommission, sich frühzeitig ein genaues Bild von den wettbewerblichen Auswirkungen einer Transaktion zu machen.

RWE übernimmt von E.ON das Geschäft mit Erneuerbaren Energien sowie das Erneuerbaren-Geschäft von innogy. Hinzu kommen E.ONs Minderheitsanteile an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen, das Gasspeichergeschäft von innogy und deren Anteil am österreichischen Energieversorger Kelag. Weiterhin wird sich RWE mit 16,7 % an E.ON beteiligen.

Diesen Anteilserwerb in Höhe von 16,7 % an E.ON wird RWE bei der deutschen und der britischen Kartellbehörde ebenfalls zeitnah anmelden. Das Gleiche gilt für die Anlagen in den USA, die bei den dortigen Wettbewerbsbehörden angemeldet werden. Letzteres geschieht im Laufe des ersten Halbjahrs.

Ziel ist es, die im März 2018 angekündigte Transaktion zwischen RWE und E.ON in der zweiten Jahreshälfte 2019 abzuschließen.

Erst in der vergangenen Woche hatte RWE die Eckpunkte der Strategie für das Erneuerbaren-Geschäft unter dem Dach der RWE vorgestellt und die Besetzung des künftigen Management-Teams bekanntgegeben.

Nach Vollzug der Transaktion wird RWE zu einem global führenden Unternehmen im Geschäft mit Erneuerbaren Energien. 60 % des Stroms werden dann aus Quellen mit nur geringen oder gar keinen CO2-Emissionen stammen. Erklärtes Ziel ist es, dieses Geschäft weiter global auszubauen und dafür jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro netto zu investieren.