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RWE AG

RWE stellt Planung für Vorhaben „BoAplus“ am Standort Niederaußem ein

Essen, 26. April 2019

Keine Investitionen mehr in neue Kohlekraftwerke

Der künftige Fokus von RWE liegt auf der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien. Folgerichtig wird das Unternehmen nicht mehr in neue Kohlekraftwerke investieren. Die Planung für das Vorhaben BoAplus, ein Braunkohlenkraftwerk am Standort Niederaußem, ist eingestellt worden. Das Vorhaben war eine Option, um bestehende Kraftwerke durch eine neue Anlage mit höheren Wirkungsgraden zu ersetzen. Seine Realisierung stand ohnehin unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit, die in den vergangenen Jahren nicht gegeben war. Dr. Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, erklärt: „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und treiben die Energiewende konsequent voran. Neue Kohlekraftwerke haben in unserer Zukunftsstrategie keinen Platz mehr. RWE wird nach Abschluss der Transaktion mit E.ON einer der global führenden Erzeuger im Bereich Erneuerbare Energien sein.“

Angesichts des Anteils von Erneuerbaren Energien am heutigen Strommix in Deutschland von rund 40 % ist RWE überzeugt, dass bestehende Kohlekraftwerke noch als Backup-Kapazität benötigt werden, auch wenn ihr Anteil immer weiter zurückgehen wird. Neue Kraftwerke und Speicher werden notwendig, um die Versorgung für einen Industriestandort wie Deutschland dauerhaft zu gewährleisten. Hierfür wird das Unternehmen in Erneuerbare Energien, Speichertechnologien und CO2-arme Technologien wie etwa Gasanlagen investieren, wenn die Marktbedingungen dies erlauben.

RWE steht zu den europäischen und nationalen Klimaschutzzielen. In den letzten 6 Jahren hat das Unternehmen seine CO2-Emissionen bereits um rund 60 Millionen Tonnen reduziert. Das entspricht einer Minderung von 34 Prozent seit 2012.

Hintergrund BoAplus:

RWE Power hatte 2012 mit den Planungen zum Bau des Braunkohlenkraftwerks BoAplus, ausgestattet mit modernster und effizientester Technologie, am Standort Niederaußem begonnen. Die geplante Leistung lag bei 1.100 MW. Ziel war es, mit dem neuen Kraftwerk ältere Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von insgesamt 1.200 MW zu ersetzen.

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