Knapsacker Hügel / Berrenrath

Braunkohlenkraftwerk und -veredelung

Daten, Zahlen, Fakten

Lage des Kraftwerks Hürth-Knapsack, Nordrhein-Westfalen
Kraftwerkstyp Kohlekraftwerk mit Prozessdampfauskopplung
Inbetriebnahme 1992
Brennstoff Braunkohle
Leistung (netto) 40 MW Fernwärme
Kapazität bis 5,0 Mio t/a Braunrohkohle
Fabrikanlagen 14 Trockner, 10 Schwingstabmühlen, 1 Walzenschüsselmühle

 

Stromerzeugung und Braunkohlenveredelung

Das Kraftwerk Knapsacker Hügel umfasst die Betriebsteile Berrenrath und Goldenberg. Das Kraftwerk versorgt die Fabrik Berrenrath mit Dampf und Strom sowie den Technologie- und Chemiepark Knapsack, die benachbarten Anlagen der Rhein Papier GmbH und die Stadtwerke Hürth. In der Fabrik Berrenrath wird Braunkohlenstaub (Lignite Energy Pulverized) für Industriekunden erzeugt. 

Kraftwerk Knapsacker Hügel

Der für Transport und Aufbereitung sowie Trocknung erforderliche Strom und Dampf kommt von den Kraftwerken des Knapsacker Hügels. Die zirkulierende Wirbelschicht arbeitet bei rund 850 Grad und bildet somit deutlich weniger Stickoxide als herkömmliche heißere Kraftwerkskessel. Magnesium und Kalzium aus der Braunkohle binden das gasförmige Schwefeldioxid in der Asche ein. 

Nachhaltige Energienutzung

Die Mitverbrennung von zusätzlich genehmigten Einsatzstoffen (Klärschlamm und Sekundärbrennstoffen) ermöglicht die umweltgerechte Entsorgung von Reststoffen. Das Kraftwerk arbeitet in Kraft-Wärme-Kopplung und nutzt somit Energie aus den Brennstoffen nachhaltig aus. 

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Fabrik Berrenrath

In den Anlagen in Hürth-Berrenrath (Rhein-Erft-Kreis) wird Braunkohlenstaub ausschließlich für industrielle Kunden als Mahlstaub in Stabschwingmühlen, einer Walzenschüsselmühle und aus der Abluft produziert. Organisatorisch und bergrechtlich ist die Fabrik Berrenrath der Fabrik Frechen zugeordnet. 

Die Stabschwingmühlen

Die Stabschwingmühlen bestehen aus jeweils zwei parallel aneinander gekoppelten Mahltrommeln, die zu etwa zwei Dritteln mit metallischen Mahlstäben gefüllt sind. Eine umlaufende Unwucht versetzt die Stäbe in Schwingung. Zwischen ihnen zerreibt sich die zuvor aufbereitete und getrocknete Braunkohle auf die geforderte Mahlfeinheit. 

Die Walzenschüsselmühle

Hier wird der Staub durch Mahlen der getrockneten Braunkohle mit großen Mahlwalzen hergestellt. Die Aufgabemenge von bis zu 100 t/h Trockenbraunkohle wird in Röhrentrocknern erzeugt. 

Staubgewinnung aus Abluft

Außerdem wird Braunkohlenstaub in den Elektrofiltern aus der Abluft (Brüden) der Röhrentrockner gewonnen. Der für Transport und Aufbereitung sowie Trocknung erforderliche Strom und Dampf kommt vom Kraftwerk des Veredlungsbetriebes Berrenrath. Die zirkulierende Wirbelschicht arbeitet bei rund 850 Grad und bildet somit deutlich weniger Stickoxide als herkömmliche heißere Kraftwerkskessel. Magnesium und Kalzium aus der Braunkohle binden das gasförmige Schwefeldioxid in der Asche ein. 

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