Kraftwerk Frimmersdorf

Braunkohlenkraftwerk

Daten, Zahlen, Fakten

Lage des Kraftwerks Stadt Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen
Kraftwerkstyp Braunkohlengroßkraftwerk mit 2 Blöcken
Inbetriebnahme 1955-1970
Leistung (brutto) 635 MW
Anzahl der Blöcke 2 Blöcke (300 MW)

In Sicherheitsbereitschaft 

1953 wurde mit dem Bau des Kraftwerks Frimmersdorf II begonnen. Es sollte der Nachfolger einer 1926 errichteten, längst abgerissenen Anlage werden. Zwischen 1955 und 1970 wurden in kurzen Abständen zwei 100-, zwölf 150- und zwei 300-Megawatt-Kraftwerksblöcke fertiggestellt. Doch auch die meisten dieser Einheiten sind aus Altersgründen mittlerweile stillgelegt worden. Verfügbar, wenn auch nur in der sogenannten Sicherheitsbereitschaft und deshalb nicht am Netz, sind heute nur noch die beiden 300-MW-Blöcke aus den Jahren 1966 und 1970.  

Zehn Tage Zeit

Die beiden Blöcke P und Q, von den Menschen am Standort „Paula“ und „Quelle“ genannt, wurden am 1. Oktober 2017 in die vierjährige Sicherheitsbereitschaft überführt. Anschließend werden sie endgültig stillgelegt. Bis dahin sind Konservierung und Einsatzfähigkeit so austariert, dass sie bei Notlagen im deutschen Stromnetz binnen zehn Tagen wieder unter Dampf sind und Strom erzeugen können. Deshalb werden Sie die meiste Zeit abgeschaltet bleiben, keine Kohle verbrennen und so auch kein CO2 verursachen. Das klilmapolitische Ziel der Sicherheitsbereitschaft ist damit erreicht.

Fester Fahrplan 

RWE Power wird im Oktober 2018 und im Oktober 2019 drei weitere 300-MW-Blöcke in die Sicherheitsbereitschaft überstellen, und zwar an den Standorten Niederaußem und Neurath. Das Unternehmen folgt damit einem festen Fahrplan zur weiteren Minderung des CO2-Ausstoßes bei der Stromerzeugung mit Braunkohle. 2020 wird dieser gegenüber 2015 um 15 Prozent niedriger liegen. Mit der um 2030 zu erwartenden Stilllegung des Kraftwerks Weisweiler wird der CO2-Ausstoß insgesamt fast halbiert sein. Mit fortgesetztem Ausbau der Erneuerbaren wird der Einsatz von Braunkohle weiter zurückgehen. Voraussichtlich zur Mitte des Jahrhunderts, mit der Auskohlung der Tagebaue Garzweiler und Hambach, endet die Verstromung der Braunkohle ganz. 

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