Müllheizkraftwerk Essen-Karnap

Kundenkraftwerk

Daten, Zahlen, Fakten

Lage des Kraftwerks Essen, Nordrhein-Westfalen
Kraftwerkstyp Müllheizkraftwerk
Inbetriebnahme 1987
Brennstoff Hausmüll, hausmüllähnlicher Gewerbemüll, Sperrmüll
Leistung (netto) 38 MW
Rauchgasreinigung Elektrofilter, Rauchgasentschwefelungsanlage, Aktivkoks-Adsorber, Rauchgasentstickungsanlage  

Spitzenplatz in Deutschland

Das Müllheizkraftwerk (MHKW) Essen-Karnap ist integraler Bestandteil des Abfallwirtschaftsplans in Nordrhein-Westfalen. Allein die Abfälle der Städte Essen und Gelsenkirchen benötigen einen Anteil von ca. 50% an der gesamten im MHKW vorhandenen Veraschungskapazität. Die bei der thermischen Verwertung der Abfälle anfallende Energie wird ressourcenschonend zur Fernwärme- und Stromerzeugung genutzt. Das MHKW Essen-Karnap nimmt bei der Energieumwandlung einen Spitzenplatz unter allen Müllverbrennungsanlagen in Deutschland ein. 

Knapp 80-jährige Tradition

Karnap hat eine knapp 80-jährige Tradition als Kraftwerksstandort. Bereits Anfang der 60er Jahre wurde durch Umbauten am damaligen Steinkohlenkraftwerk mit der Müllverbrennung begonnen. Die alte Anlage wurde 1987 stillgelegt und durch ein modernes Müllheizkraftwerk ersetzt. Heute steht mit den drei Kesseln der ersten Baustufe von 1987 und dem vierten Kessel der zweiten Baustufe (Inbetriebnahme: 1993) insgesamt eine Durchsatzleistung von über 700.000 Tonnen Restmüll pro Jahr zur Verfügung. Damit ist das Müllheizkraftwerk eine der größten Anlage ihrer Art in Deutschland.

Umweltschutz nachhaltig gewährleistet

1995 wurde gemäß neuer Umweltschutzverordnungen die Rauchgasreinigung und 1998 die Abwasserbehandlung um weitere Reinigungsstufen ergänzt. Der umfassende Schutz der Umwelt ist damit nachhaltig gewährleistet. Der bei der Verbrennung des Restmülls gewonnene energetische Nutzen des Müllheizkraftwerks beträgt 130 MJ/s Fernwärme für die Fernwärmeschiene Ruhr und eine Stromerzeugung von bis zu maximal 50 Megawatt. Die Rückstände der Verbrennung werden nach der Aufbereitung im Wesentlichen stofflich verwertet. 

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