Tagebau Garzweiler

Braunkohle

Daten, Zahlen, Fakten

Tagebau Garzweiler (Stand Ende 2017)

Größe genehmigtes Abbaufeld 11.400 ha
Betriebsfläche rd. 3.200 ha
Kohleinhalt 1.1 Mrd. t
Verhältnis Abraum zu Kohle
(Gesamtlagerstätte)
4,3:1
Abraumleistung (Jahr) 130 - 150 Mio. m3
Kohleförderung (Jahr) 35 Mio. t

 

Schaufelradbagger

Anzahl der Geräte 6x Kapazität 60 - 200.00 m3/Tag

 

Absetzer

Anzahl der Geräte  6x Kapazität 110 - 240.000 m3/Tag

 

Bandanlagen

Gesamtlänge 93 km

 

Rekultivierung

Land Inanspruchnahme 7.370 ha
Wiedernutzbarmachung 4.175 ha
davon landwirtschaftlich 3.345 ha
davon fortwirtschaftlich 660 ha
davon sonstige Flächen 170 ha

 

Ein traditionsreiches Abbaufeld

Im Abbaufeld Garzweiler wird seit mehr als 100 Jahren Braunkohle gefördert. Der Tagebau ging vom Grevenbroicher Stadtgebiet aus und liegt heute schwerpunktmäßig im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Heinsberg. Dazwischen erstrecken sich wie vor dem Eingriff des Bergbaus vor allem ausgedehnte Ackerflächen, die im Zuge der Rekultivierung angelegt wurden. Grünzüge und Windparks gliedern die neue Börde, die mittlerweile eine hohe Biodiversität vor allem bei den Offenlandarten aufweist.

Im Dreischichtbetrieb fördert der Tagebau Garzweiler mit seinen rund 1.400 Mitarbeitern jährlich 35 Millionen Tonnen Braunkohle. Sie werden per Förderband und Werksbahn zu den Kraftwerken Neurath und Niederaußem transportiert und zur Stromerzeugung eingesetzt.

Die Braunkohle ist in drei Flözen abgelagert, die zusammen durchschnittlich 40 Meter stark sind. Die Kohle liegt zwischen 40 und 210 Meter tief unter der Erdoberfläche.

Abraum dient der Rekultivierung

Um die Braunkohle freizulegen, bewegt der Tagebau Garzweiler jährlich gut 140 Millionen Kubikmeter Abraum, also Löss, Kies und Sand. Diese Menge wird überwiegend dazu verwendet, um bereits ausgekohlte Bereiche des Tagebaus zu verfüllen. Außerdem liefert der Tagebau Garzweiler ab 2018 per Werksbahn Löss an den Tagebau Hambach. Dort wurde bisher ausschließlich forstlich rekultiviert. In den nächsten Jahren sollen zusätzlich 1.000 Hektar ehemaligen Bergbaugeländes zu neuen Äckern und Feldern umfunktioniert werden. 

Der Tagebau Garzweiler hat mit dem Hohenholzer Graben, dem Erholungsgebiet Kasterer See, der Könighovener Mulde, der Vollrather Höhe und mit dem Elsbachtal anerkannt wertvolle Rekultivierungsgebiete als Bergbaufolgelandschaften hinterlassen. 

Neue Autobahnen

Große Verkehrsprojekte kennzeichnen den Tagebau Garzweiler: Auf seiner Westwanderung unterbricht er zwischen 2006 und 2018 die fast parallelen Autobahnen A44 und A61. Sie müssen zunächst abgetragen und später wiedererrichtet werden – natürlich auf Kosten von RWE Power. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrsführung werden Autobahn-Knotenpunkte und Abschnitte der A46 aufwändig ausgebaut, verbreitert und mit Lärmschutzeinrichtungen ausgestattet. Ab Sommer 2018 nimmt die neue A 44 zwischen den Autobahnkreuzen Holz und Jackerath ihren Betrieb auf; gleichzeitig beginnt die Abtragung der A61 zwischen den Kreuzen Wanlo und Jackerath. 

Weniger anzeigen
Mehr anzeigen

Weiterempfehlen


Das könnte Sie auch interessieren

Tagebau Hambach

Viel Energie für Nordrhein-Westfalen

Weiterlesen

Tagebau Inden

20 Millionen Tonnen Braunkohle im Jahr

Weiterlesen

Wasserwirtschaft

Kein Tagebau ohne Entwässerung: Die Experten der „BOWA“ greifen hierfür auf modernste Systeme zurück.

Weiterlesen