Rekultivierung

Umwelt

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Die Rekultivierung ist seit langem untrennbar mit der Braunkohlengewinnung verbunden. So sind in den vergangenen Jahrzehnten im Zuge der Rekultivierung große Acker- und Waldflächen angelegt und einer wirtschaftlichen Nutzung wieder zugeführt worden.

Landwirte, die für den Tagebau hochwertiges Ackerland aufgeben müssen, haben ein berechtigtes Interesse an Ersatzflächen und damit an landwirtschaftlicher Rekultivierung. Somit orientiert sich die Wiedernutzbarmachung von ehemaligem Tagebaugelände auch an den Bedürfnissen der hier wirtschaftenden Menschen.

In ihrem Rahmen leistet die Landwirtschaft wichtige Beiträge zur Landschaftspflege, prägt doch die Bodennutzung das Landschaftsbild unserer Kulturlandschaft.

Dabei reicht die Betrachtung allein aus dem heutigen Blickwinkel nicht weit genug. Wer rekultiviert, muss auch künftigen Generationen buchstäblich den Boden bereiten. In deren Interesse muss die Rekultivierung allgemein weiterhin für hochwertige Ackerstandorte sorgen, aber auch Rückzugsräume für die in Wald und Flur lebende Tier- und Pflanzenwelt schaffen.

Betriebliche Grundlagen

  • Betriebliche Grundlagen

    Den Boden für die Rekultivierung bereitet der Tagebaubetrieb selbst: Die geeigneten Substrate werden mit Schaufelradbaggern sauber getrennt aus dem Gebirge aufgenommen und über Förderbänder auf die Tagebaurückseite. Absetzer verkippen dort in den ausgekohlten Abbaubereichen zunächst Ton, Sand und Kies zur Wiederfüllung des Tagebaus. Anschließend legen sie eine Drainageschicht aus wasserdurchlässigem Material darüber. Böschungen und Geländemulden werden heute möglichst naturnah gestaltet, das heißt: so unregelmäßig wie die Natur selbst. Wo eine Aufforstung vorgesehen ist, tragen sie eine Mischung aus Lösslehm und Kies als oberste Bodenschicht auf, den so genannten Forstkies. Dieses Material ist zum einen so locker, dass die Wurzeln der Bäume tief in den Boden eindringen können; zum anderen ist es so lehmig, dass es genug Wasser auch für trockenere Jahreszeiten speichern kann.

    Mit Forstkies rekultivierte Bereiche werden heute nicht mehr planiert, sondern entweder so belassen oder ohne die Fläche zu befahren schonend eingeebnet, um Verdichtungen und damit Staunässe und Erosion zu vermeiden und um die mikroklimatischen Vorteile von Kipprippen und Kleinmulden zu nutzen. Wo neues Ackerland geplant ist, bringen die Absetzer reinen Löss und Lösslehm auf. Gleiches gilt für aufzuforstende Flächen in der Ebene. Diese Schicht muss nach einer gewissen Setzung mindestens zwei Meter mächtig sein. Anschließend wird der Löss bodenschonend eingeebnet. Auch Wasserflächen und wechselfeuchte Standorte sind Teil der Rekultivierung. In den rekultivierten Landschaften breiten sich heute Seen aus; große Gewässer sind unter anderem wegen des zu erwartenden Massendefizits nach Kohleabbau auch in den Restlöchern heutiger Tagebaue geplant.

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Arten der Rekultivierung

Ökologisch, landwirtschaftlich, forstlich: Wege der Rekultivierung zurück zur Natur gibt es viele.

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