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RWE Power AG

Aus Tagebaugelände wird Hasenland

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Foto: Franz Kirstein
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Foto: Franz Kirstein
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Foto: Franz Kirstein
  • Im Osterbrauchtum beliebt, in der Landschaft selten geworden: der Feldhase
  • Die Tierart ist in der Rekultivierung häufiger als in der übrigen Bördelandschaft
  • RWE-Biodiversitätsstrategie fördert Artenschutz im Braunkohlenrevier

Essen/Köln, 31. März 2021

„Leider gibt es mehr Osterhasen in den Supermarktregalen als Feldhasen in der Landschaft“, sagt der Bonner Biologe Dr. Michael Petrak, „das vermeintliche Allerweltstier der Feldflur ist selten geworden.“ Der Feldhase ist damit nicht nur Symbol für Ostern und Frühling, sondern auch für den großen Artenschwund in der deutschen Kulturlandschaft. „Umso wichtiger ist es, seinen Lebensraum zu verbessern, sprich: Hasenland zu schaffen“, berichtet Petrak, der beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung leitet.

Ein hartes Leben

Intensive Landwirtschaft, Flächenverbrauch, Straßenverkehr: Der Mensch macht der Spezies Lepus europaeus das Leben schwer. Auch natürliche Einflüsse, wie Krankheiten und Witterung, setzen seiner Population zu. Der Feldhase braucht vielfältige, kleinteilige Offenlandflächen mit trocken-warmen Lehm- und Lössböden, wo es genug Gras, Kräuter, Knollen, Baumrinde und Wurzeln für ihn gibt. Wo die Landwirte einen Streifen Getreide bei der Ernte stehenlassen, wo Wildblumen blühen und wo sich lichte Gehölzstreifen erstrecken, fühlt sich Meister Lampe wohl und sicher. Jährlich wirft die Häsin drei- bis viermal bis zu sechs Junge. Die Hälfte von ihnen stirbt im ersten Lebensjahr.

Feldhase: Leitfigur für Artenvielfalt

RWE Power hat den Feldhasen in ihrer Biodiversitäts-Strategie zur Leitart für den Lebensraum „Offenland“ erkoren. „Wo sich Feldhasen wohlfühlen, kommen auch andere Tierarten des Offenlands gut zurecht – das Rebhuhn, die Grauammer und die Feldlerche zum Beispiel“, sagt Werner Sihorsch, Leiter der Rekultivierungsabteilung, die jedes Jahr an den Tagebauen Garzweiler, Hambach und Inden rund 120 Hektar neues Ackerland anlegt.  

Das Ziel Artenvielfalt ist verbindlich

Mit zehn klar formulierten Leitzielen soll die 2018 verabschiedete Biodiversitäts-Strategie von RWE Power für noch mehr Artenvielfalt in der Rekultivierung und auf angrenzenden Artenschutzflächen sorgen – damit seltene Tiere dort auf Dauer gut leben und sich vermehren können. „Das Ziel ,Artenvielfalt‘ ist für alle Mitarbeiter verbindlich, die bei uns an Planung, Gestaltung und Pflege der Bergbaufolgelandschaft beteiligt sind“, sagt Michael Eyll-Vetter, Leiter der Tagebauentwicklung bei RWE Power. Die Forschungsstelle Rekultivierung ist unter anderem für die Erfolgskontrolle, neudeutsch: das Monitoring, der Maßnahmen zuständig.

Hasenzählung im Scheinwerferlicht

Dazu gehört zuallererst, die Hasenbestände zu zählen. „Gängigste Methode ist die Scheinwerfertaxation“, erläutert Michael Petrak vom LANUV. Ackerflächen werden auf festgelegten Strecken an vier Abenden pro Jahr abgefahren und mit einem Handscheinwerfer ausgeleuchtet. Alle Hasen, die mit bloßem Auge entdeckt werden können, werden gezählt. Aus dem Ergebnis rechnen die Tierkundler die Bestandsdichte hoch.

Mehr Hasen auf rekultiviertem Land
„Die Hasenbestände auf den Rekultivierungsflächen zwischen Jüchen und Bedburg sind größer als in der übrigen Bördenlandschaft des Rheinischen Reviers“, berichtet Gregor Eßer, Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung. Im Frühjahr 2020 wurden zum Beispiel auf der Kasterer Höhe 29 Hasen pro 100 Hektar errechnet, auf der benachbarten Königshovener Höhe 26 und auf der sogenannten Autobahninsel vor Jüchen 21. In Vergleichsrevieren im Kreis Düren, im Kreis Heinsberg und im Rhein-Kreis-Neuss zählte der Landesjagdverband NRW 10 bis 20 Exemplare. „Je kleiner die Felder, desto besser ist es für die Hasenpopulationen“, schildert Eßer ein weiteres Ergebnis. 

Auf die Bewirtschaftung kommt es an

„Die Bewirtschaftung der Äcker und Felder ist das Entscheidende“, hebt Thomas Muchow hervor. Der Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, einer aus der rheinischen Landwirtschaft gegründeten Naturschutzstiftung, verweist auf langjährige Erfahrungen in der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Landwirten und Jägern. „Wenn wir Feldraine erhalten und mit krautreichen Saumstrukturen erweitern, wenn wir bei geringem Besatz aufs Jagen verzichten und wenn wir breite Randstreifen und Zwischenstrukturen als Deckung im Winter und Äsungsflächen im Frühjahr stehenlassen, ist schon viel für den Feldhasen getan.“

Ausblick

Auf den von RWE Power rekultivierten und zwischenbewirtschafteten Flächen geht das Hasenprojekt auch dann weiter, wenn die Flächen den Erwerbslandwirten übergeben worden sind.  „Mit dem sogenannten Vertragsnaturschutz und mit Runden Tischen versuchen wir zu erreichen, dass die tierfreundliche Bewirtschaftung fortgesetzt wird“, sagt Gregor Eßer – damit die artenreiche Rekultivierung auch wirklich Hasenland bleibt.

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