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Wärme aus großer Tiefe

Geothermie Weisweiler

Heißes Wasser, kilometertief aus der Erde geholt, wirkt nicht nur in Thermalbädern wohltuend und segensreich. In Island wird es in beträchtlichem Umfang zur Fernwärme-Erzeugung, ja sogar zur Stromerzeugung genutzt. Auch im kontinentalen Nordwesteuropa könnte Geothermie Wohngebiete und Industrieanlagen mit Fernwärme versorgen. Als natürliche, erneuerbare Energiequelle würde sie helfen, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid erheblich zu mindern. Das wäre ein Gewinn für den Klimaschutz, denn 53 % des Energieverbrauchs in Nordwesteuropa sind Wärmebedarf. Zurzeit stammen davon aber nur 2,5 % davon aus erneuerbaren Quellen.

Die Europäische Union erforscht das Potenzial der sogenannten hydrothermalen Geothermie auf breiter Ebene. Sie fördert seit Anfang 2019 das Projekt Roll-out of Deep Geothermal Energy in North-West Europe, kurz DGE-ROLLOUT. Klima und Geologie kennen keine politischen Grenzen; die Herausforderungen sind komplex; viel Know-how ist nötig. Deshalb beteiligen sich an dem bis Ende 2022 laufenden Projekt 18 Partner aus sechs Ländern unter Federführung des Geologischen Dienstes NRW, unter ihnen die RWE Power AG. Das gemeinsame Ziel: tiefe Geothermie ohne Fracking in Nordwesteuropa nutzbar zu machen – technisch, wirtschaftlich und mit gesellschaftlicher Akzeptanz.

Im Rahmen des Projekts werden Gesteine gesucht, durch deren Hohlräume mehr als 50 Grad Celsius heißes Wasser fließt. Durch ein speziell ausgebautes Bohrloch wird das heiße Wasser nach oben gefördert und seine Wärme genutzt. Das abgekühlte Wasser wird durch ein zweites Bohrloch in das Herkunftsgestein zurückgeführt. Eine Erkundungsbohrung soll in der zweiten Jahreshälfte vom Gelände des Kraftwerks Weisweiler aus abgeteuft werden. RWE Power hat die hierzu erforderliche Genehmigung Ende November 2019 bei der zuständigen Bergbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, beantragt.

 

Große hydrothermale Potenziale in Weisweiler

TIC01-2

In dem Blockbild sind die geologischen Untergrundverhältnisse bei Weisweiler dargestellt. Von Interesse sind die blau markierten Kalksteinhorizonte. Der obere Horizont, der Kohlenkalk, liegt in etwa 2.000 Metern Tiefe. Der Massenkalk liegt 3.000 Meter tief. Die genaue Lage der Schichten und ihre Durchlässigkeit für heißes Wasser müssen jedoch noch näher untersucht werden. Dann könnte 70 bis 100 Grad heißes Wasser genutzt werden.

TIC01-geothermie-weisweiler-interreg-logo

18 Projektpartner ziehen an einem Strang

Die Bundesregierung hat die Antragstellung des Projektes bei Interreg gefördert. Im Projektmanagement – von der Planung bis zur abschließenden Realisierung – wird DGE-ROLLOUT durch die Firma europiZe unterstützt.

Die Europäische Union fördert mit ihrer Struktur- und Investitionspolitik die „europäische territoriale Zusammenarbeit“. Dazu hat sie vor 20 Jahren das Programm Interreg ins Leben gerufen, das in gezielten Projekten die transnationale Zusammenarbeit von nationalen, regionalen und kommunalen Partnern in Kooperationsräumen wie Nordwesteuropa unterstützt.

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